Aus dem gelben Bad wird das türkis Bad
Nach fast zwanzig Jahren wurde immer deutlicher: Das ‚gelbe Bad‘ hatte seine beste Zeit hinter sich. Die braunen Plättli, die Badewanne im selben Farbton, das sichtlich müde gewordene WC, alles wirkte, als gehöre es in eine vergangene Epoche. Zeit für frische Farben. Zeit für neues Licht. Zeit für ein Bad, das man wieder gerne betritt.
Reto May erzählt hier, was getan werden musste und wie er den «light» Umbau erlebt hat.
Um unseren Finanzen Sorge zu tragen, setzten wir bewusst auf eine schlanke „Light-Renovation“ anstelle eines umfassenden Umbaus.. Von Anfang an war klar: Die Badewanne würde bleiben müssen aber mit einer neuen Wandverkleidung und modernen Armaturen sollte sie ihre zweite Chance bekommen.
Für dieses Abenteuer konnte ich ein kleines, aber starkes Team zusammentrommeln. Da war Richi, der Maler mit einem Auge für Farben und Details, Joachim, unser Sanitärprofi, der für jedes Problem ein passendes Werkzeug besitzt und Werner, unser vielseitiger Allrounder, der ehrenamtlich mithalf und immer dort einsprang, wo zwei Hände nicht reichten.
Zu Beginn musste fast alles raus, alles ausser der treuen Badewanne, die unbeirrt an ihrem Platz blieb. Die Wände wurden angeschliffen und für den Anstrich vorbereitet. Statt eines einfachen Spiegels über dem «Brünneli» entschieden wir uns für einen Spiegelschrank, der den Gästen zusätzlichen Stauraum bietet. Wir kamen gut voran, doch wie es bei Renovationen so ist, blieben Überraschungen nicht aus.
Eine der hübschesten davon: Die alten Bolzen der WC-Aufhängung verabschiedeten sich spontan aus dem Dienst. Beim Testlauf floss zwar Wasser – allerdings an der falschen Stelle. Damit die Toilette wieder zuverlässig montiert werden konnte, mussten neue Bolzen in der Wand verleimt werden. Das kostete etwas mehr Zeit, doch das Ergebnis ist dicht, stabil und sorgt wieder für unbeschwerten Komfort.
Ich koordinierte die Baustelle, achtete auf den Zeitplan und stellte sicher, dass alles vor Beginn des 8-Wochen Resilienztrainings fertig würde. Und wir haben es geschafft, pünktlich, sauber und mit einem Ergebnis, das sich wirklich sehen lassen kann.
Die grösste Herausforderung lag für mich jedoch nicht im Umbau selbst, sondern in der Planung. Gespräche über Farbwelten, Stilrichtungen, Wünsche aus verschiedenen Bereichen und unterschiedliche Budgetvarianten forderten mich heraus. Das bunte Feuerwerk an Vorschlägen war aber rückblickend sehr wertvoll, denn gerade in dieser Phase wurde mir einmal mehr bewusst, wie wichtig klare Kommunikation ist.
Heute strahlt das Bad in neuem Glanz. Heller, freundlicher, moderner und überraschend stilvoll für eine Light-Renovation.
Das Team im Haus ist begeistert. Und ganz ehrlich: Ich auch.
Neben frischer Farbe und neuen Armaturen hat dieser Umbau für mich persönlich etwas wertvolles gebracht: Ich habe gelernt, dranzubleiben, mich und uns ernst zu nehmen und bewusst Verantwortung zu übernehmen, um unser gewünschtes Resultat zu erreichen.
Diese Renovation hat mir Selbstsicherheit gegeben und Spass gemacht.
Und ja: Ich würde ein solches Projekt jederzeit wieder anpacken.
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