Boden Bereiten – bereit für das, was kommt

"Gott, so kann es nicht weitergehen, mach jetzt bitte etwas? "

Vielleicht kennst du solche Momente auch: Du spürst, es braucht Veränderung – neue Kraft, neue Menschen, neue Hoffnung. So ging es mir im vergangenen Jahr immer wieder. Ich habe Gott ehrlich gesagt, was mich bewegt. Und ich durfte erleben: Gott hört – und er handelt.

Ich bin drangeblieben. Und ich durfte staunend entdecken: Es gibt sie, diese Wunder. Mehrere junge Menschen sind im Frühjahr 2025 in unser Team hineingewachsen oder neu dazugekommen. Menschen, die unseren Auftrag schon länger im Herzen tragen und nun Verantwortung übernehmen. Das hat frischen Wind gebracht, neue Dynamik, neue Perspektiven. Für mich persönlich ist das ein berührendes Zeichen von Gottes Treue und Führung.

Gleichzeitig stehen wir mitten in einem doppelten Generationenwechsel. Einige aus der Pioniergeneration der Casa Immanuel erreichen in den nächsten Jahren das Pensionsalter. Erste Übergaben sind bereits erfolgt, weitere stehen an. Auch ich werde meine Aufgabe als Geschäftsführerin in den nächsten Jahren weitergeben. Dieser Prozess fordert heraus, ist aber zugleich eine grosse Chance. Wir dürfen das Bestehende würdigen, Erfahrungen bewahren und mutig Raum für Neues öffnen.

Parallel dazu verändert sich auch unsere Gesellschaft. Jüngere Generationen wachsen in einer Welt auf, die von rasanten Entwicklungen, Unsicherheiten und grundlegenden Fragen geprägt ist – Themen wie künstliche Intelligenz, Orientierungslosigkeit, Sinnsuche und globale Krisen werden immer mehr zu alltäglichen Begleitern. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch bei uns wider: Unsere Gäste werden tendenziell jünger, ihre Fragen und Bedürfnisse verändern sich.

Das fordert uns heraus, neu zuzuhören und unsere Angebote so zu gestalten, dass sie heutige und künftige Altersgruppen wirklich in ihren Lebenssituationen abholen und sie darin unterstützen können.

Deshalb stand das Jahr 2025 für uns im Zeichen des „Boden Bereitens“. Wie ein Acker, der für neue Saat vorbereitet wird, haben wir den Boden bereitet für das, was kommt. Gemeinsam haben wir uns mit unserer DNA als Werk auseinandergesetzt, Erfahrungen und Wissen gesichert und zugleich neue Ansätze einfliessen lassen. Diese Zeit war geprägt von Vorbereitung, innerer Ausrichtung und Vertrauen in die Zukunft.

Ich freue mich sehr, diesen Weg gemeinsam mit unserem Team zu gehen.

Ich bin ermutigt zu sehen, wie eine nächste Generation bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich auf dieses Abenteuer einzulassen.

Mein Wunsch ist, dass auch du in deinem Leben solche Momente erleben darfst, in denen aus ehrlichem Gebet konkrete Veränderung wächst. Für uns als Stiftung ist es ein Weg in die Zukunft, mit dem Ziel, die Casa Immanuel gut und gestärkt an die nächste Generation weiterzugeben.

Freudig und mit einer gewissen Abenteuerlust gehen wir diesen Weg weiter. An dieser Stelle bedanke ich mich von Herzen bei allen, die uns immer wieder ermutigen, mittragen und unterstützen. Ob im Gebet, durch praktische Hilfe oder finanzielle Beiträge – all das macht es möglich, dass wir uns als Werk weiterentwickeln und unseren Auftrag wahrnehmen können.

Herzlichen Dank, dass du diesen Weg gemeinsam mit uns weitergehst.

Monika Graf