«Mal ehrlich, wie geht es dir, Elisabeth?»
Seit über 12 Jahren ist Elisabeth ein fester Bestandteil der Casa Immanuel. Mit ihrer aufgestellten und gut gelaunten Art bringt sie Wärme und Lebensfreude ins Team. In der Buchhaltung sorgt sie mit einem Lächeln auf den Lippen für Ordnung und Überblick und auch in ihrem gelegentlichen Einsatz am Empfang, strahlt sie mit ihrer offenen und unkomplizierten Art.
Ich befinde mich gerade in einer spannenden Lebensphase. Es geht mir gut und bin dankbar für vieles, ich spüre, dass ich an einem guten Ort stehe und doch frage ich mich manchmal: Was kommt als Nächstes? Was liegt noch vor mir und wo möchte ich mich noch einbringen?
Ich stehe kurz vor meinem fünfzigsten Geburtstag – ein Meilenstein, der mich innehalten lässt. Dabei werde ich auch mit meinen Ängsten konfrontiert. Traue ich mir zu, was ich in meinem Herzen trage? Spüre ich mein Herz? Was will ich wirklich?Du sagst, du stehst an einem guten Ort – magst du das etwas näher beschreiben?
Ich merke, dass es eine gute Entscheidung war, wieder in die WG-Lebensschule der Casa zu ziehen und den Alltag mit meinen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern zu teilen. Dieses gemeinsame Leben ist für mich ein Geschenk.
Ich bin gerne unter Menschen und komme gerne nach Hause und freue mich an den vielen Schuhen im Flur. Ein Zeichen dafür, dass ich mein Leben mit anderen teilen darf und meine Lebenserfahrung in die Gemeinschaft einbringen kann.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen, doch gerade diese sehe ich als Spiegel, in dem ich mich selbst wiedererkenne. Oft sind es Themen, durch die ich selbst schon gegangen bin.
In dieser Haltung kann ich Sicherheit geben und Mut machen, dass Veränderung möglich ist und Perspektiven schenken. Das folgende Zitat trifft für mich voll zu:
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Die Casa WG bietet mir diesen Spiegel und den Anstoss zu Selbstreflexion. Davon kann ich profitieren und innere Freiheit im Beziehungsleben gewinnen.„Jede Begegnung ist ein Spiegel meiner selbst – ein Geschenk und ein Anstoß zur Selbstreflexion.“
Neben dem WG-Leben bist du ja beruflich in der Casa Immanuel engagiert – wie geht es dir mit deiner Arbeit in der Verwaltung?
Meine Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, was mir sehr gefällt. Ich habe verantwortungsvolle Aufgaben in der Buchhaltung, im Personalbereich und am Empfang, bei denen es mir all die Jahre nie langweilig wurde und ich immer noch gerne mache und auch immer noch dazulerne.Im Thema Finanzen habe ich so viel gelernt und erfahren, dass Gott uns nicht im Stich lässt. All die langjährigen Spender, die uns treu finanziell unterstützen, das berührt mich immer wieder, da am Puls zu sein. In der Ehrenamtlichen Arbeit bereitet mir den Kontakt mit den Menschen Freude, gleichzeitig bewegt es mich wie wir auch in Zukunft regelmässig Mitarbeiter für ehrenamtliche Einsätze gewinnen können.
Für mich ist es wertvoll, dass ich mit all meinen Erfahrungen und Erlebnissen eine Säule in der Casa sein kann.
Das Interview führte Philipp Schwegler