Stiftung Casa Immanuel – Perspektive durch Lebensberatung.
09 Mrz 2020
Casa Immanuel aktuell

Casa aktuell

Ist unsere Bedürftigkeit an allem Schuld?

Wir leben heute mitten in einer weltweiten Schlacht um Aufmerksamkeit, die immer mehr all unsere Lebensbereiche durchdringt. Ob elektronische Medien oder die schier unendlichen Konsum-Möglichkeiten: Alles schreit nach Aufmerksamkeit und versucht uns glauben zu machen, wir müssten diese Aufmerksamkeit investieren, weil wir sonst etwas verpassen oder zu kurz kommen. Da scheinen sich plötzlich Mängel in uns zu melden, die uns zu Dingen verleiten, die rein vom Verstand her wenig Sinn machen. Oder mit Worten aus dem Film "Fight Club" ausgedrückt: "Von dem Geld das wir nicht haben, kaufen wir Dinge die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren die wir nicht mögen."
Warum tun wir das?

Irgendwie erweckt sich mir der Eindruck, dass es das gleichzeitig offensichtlichste und doch bestgehütetste Geheimnis eines jeden Menschen ist: Wir sind bedürftige Wesen! Wir brauchen viel mehr Liebe, Aufmerksamkeit, Geborgenheit und Wertschätzung als wir oft zugeben. Als Kinder waren wir noch ziemlich transparent: Wir hatten es noch nicht gelernt, uns für unsere Bedürfnisse zu schämen oder schuldig zu fühlen und uns deshalb zu verbiegen und zu verleugnen. Natürlich vergossen wir auch immer wieder Tränen oder waren wütend, doch das half meistens, um zu verarbeiten und loszulassen, wenn wir mal nicht bekamen, was wir wollten. Im günstigsten Fall hat man unsere Gefühle sogar verstanden und respektiert - und ist vielleicht trotzdem in der Sache konsequent geblieben.
Doch da wir dies oft anders erlebt haben, schlich sich ein Mangeldenken in uns ein. An Gott zu richtende Bedürfnisse verdrehten sich in Ansprüche, die wir oft unbewusst an unsere Mitmenschen stellen: Du musst mir zuhören, mich verstehen, anerkennen, wertschätzen, einbeziehen, meinen Willen respektieren usw. Und wehe du tust es nicht! So ist es nur eine Frage der Zeit, bis uns auch unsere liebsten Mitmenschen enttäuschen und verletzen. Denn nichts und niemand auf dieser Welt kann unseren Ansprüchen genügen - auch wir selbst nicht.
Demgegenüber steht ein Gott, der nichts lieber tut als unsere Bedürfnisse zu stillen, da die Dreieinigkeit im Überfluss lebt. Wir sind geschaffen, um von Gott geliebt und gestillt zu werden, und zwar nicht nur bedingungslos, sondern auch nachhaltig. Das ist der Sinn des Lebens. Die Bibel ist gefüllt mit Hinweisen darauf, was die Dreieinigkeit für uns alles sein will: Freund, Vater, Friedensstifter, Fels, Halt, Versorger, Retter, Verteidiger, Wegweiser, Ratgeber, Tröster, Liebhaber, Lust und Freude usw. Wer von uns sehnt sich nicht zutiefst danach?

Mittlerweile verstehe ich auch mein eigenes verbissenes Suchen nach Anerkennung, als ich vor einigen Jahren als Musiker noch völlig getrieben von Bühne zu Bühne hetzte, nur für ein bisschen Anerkennung, das in seiner Wirkung sowieso nirgends hin reichte. Ich war relativ gut in dem, was ich tat, was es mir ermöglichte, mich dermassen selbst auszubeuten, bis ich in ein Burnout rasselte und jegliche Lust am Musizieren verlor. Es war kein schöner Einschnitt in meinem Leben. Doch rückblickend bin ich sehr dankbar für diese Zeit: Ich durfte vieles nachholen, was ich nie gelernt hatte, z.B. dass ich auch ohne Leistung und Bühne wertvoll und liebenswert bin, dass meine Bedürfnisse nichts Böses sind - und dass Gott sie tatsächlich stillt. Obwohl ich schon vor dem Burnout Christ war, sickerten diese simplen biblischen Wahrheiten nie wirklich in mein Herz hinunter. Ich war zu getrieben von meinem Mangel. Ohne Hilfe von aussen hätte ich den Ausstieg nicht geschafft, doch genau diese Demuts-Schritte wurden mir zum grössten Segen. Und heute kann ich meinen Erfahrungsschatz inklusive Musik geniessen und ohne Druck und Stress in mein Umfeld fliessen lassen.

Wie gehst du mit deinen Bedürfnissen um? Wie reagierst du, wenn du mit Ablenkungs-Angeboten konfrontiert bist? Auf was achtest du dann (nicht mehr)?

Hast du weitere Fragen dazu? Möchtest du mehr über unsere Arbeit und Haltung erfahren? Wir freuen uns, von dir zu lesen oder zu hören. Gerne darfst du diesen Newsletter auch weiterverbreiten.

Claudio Bezzola vom Beratungs-Team der Casa Immanuel
E-Mail: claudio.bezzola@casa-immanuel.ch

04 Mrz 2020
Casa Immanuel aktuell

Auf dem Weg zu deinem Herzen

Wie identifiziere ich mich?

Wer bin ich noch, wenn Arbeit, Position und Familie wegfallen? Gibt es noch mehr als das in meinem Leben? Wofür brenne ich wirklich und was raubt mir nur Energie?
Da ist dieser Mann, dessen Wort die Sterne zusammenhält. Der nichts zurückhielt, um unser Herz zurückzuerobern. Das Leben selbst ist in ihm.
Vergangenes Wochenende tauchten wir mit 11 interessierten Kursteilnehmern in das Leben von Jesus ein. In lebhaften Gruppengesprächen entdeckten die Teilnehmer neue Schlüssel zu ihrer eigenen Identität und zu der unseres dreieinigen Gottes. Wir freuen uns an allen Herzenserkenntnissen und inneren Durchbrüchen.
Ein gemütlicher gemeinsamer Racletteabend unterstrich die wohltuende Gemeinschaft, die wir das gesamte Wochenende erlebten. Wir wünschen allen ein gutes Ankommen zurück im Alltag.

24 Feb 2020
Casa Immanuel aktuell, KW9

Die Pflege des Familientisches

Neuanfänge und Abschiede

Unsere interne Reorientierung im Sinne einer Rückbesinnung auf die Ursprünge der Casa Immanuel als familiär geführtes Werk nimmt immer konkretere Formen an. Unter anderem heisst das, dass wir wieder mehr einander im Erledigen des Tagesgeschäfts unterstützen. So putzt zum Beispiel ein Lebensberater mal die Gäste-WC's, während ein Facility-Mitarbeiter in der Küche Rüebli schält. Im Moment sieht man viele Mitarbeiter immer wieder in ungewohnten Rollen unterwegs. Ob mit Putzlappen, Staubsauger oder Rüstmesser: Man spürt und hört, wie positiv dies auch von unseren Gästen wahrgenommen wird. So schön!
Dennoch schmerzt uns der Abschied von Annekäthi Meyer (Verpflegung) und Ruth Allenbach (Hauswirtschaft), die als Mitarbeiterinnen und Unterstützer so viel in die Casa Immanuel investiert haben. Ihr seid mit uns durch viele Hochs und Tiefs gegangen. Wir freuen uns aber, dass ihr tolle neue Jobs gefunden habt und wünschen Euch viel Erfüllung und Leidenschaft auf eurem weiteren Weg! Danke für alles!

10 Feb 2020
Casa Immanuel aktuell Esther

Die 5M im modularen Resilienztraining

Erkennen und Aussteigen aus negativen Mustern

Missbrauch, Mangel, Minderwert, Manipulation und Macht: Elf hochmotivierte Kursteilnehmer stellten sich am Wochenende der Herausforderung, sich mit dem Negativ-Kreislauf ihrer Verhaltensmuster und Strategien auseinanderzusetzen. Es war spürbar, wie es kämpfte und jeden etwas kostete, sich den unbequemen Seiten des eigenen Verhaltens zu stellen, doch alle durften mit grossem Gewinn wieder nach Hause gehen. Es wurde deutlich, dass das Problem nicht an unseren Grundbedürfnissen liegt, welche völlig normal sind, sondern an der Art und Weise, wie wir sie mit sehr zweifelhaftem Erfolg zu stillen versuchen. Dabei sperren wir die göttliche Dreieinigkeit aus (welche nichts lieber tut als unsere Bedürfnisse nachhaltig zu stillen), und das alles für ein paar Krümelchen vermeintlicher Liebe von unseren Mitmenschen, die uns trotz schier unmenschlicher Anstrengungen nie satt werden lassen. Zum Glück sind wir diesen Mustern nicht ausgeliefert, sondern können sie entlarven und dann Schritt für Schritt daraus aussteigen! Wir wünschen allen Teilnehmern Mut und Kraft, am Erkannten dranzubleiben.

03 Feb 2020
Casa Immanuel aktuell, KW 6

Die 5M

Die 5M im modularen Resilienztraining

Missbrauch, Mangel, Minderwert, Manipulation und Macht: Elf hochmotivierte Kursteilnehmer stellten sich am Wochenende der Herausforderung, sich mit dem Negativ-Kreislauf ihrer Verhaltensmuster und Strategien auseinanderzusetzen. Es war spürbar, wie es kämpfte und jeden etwas kostete, sich den unbequemen Seiten des eigenen Verhaltens zu stellen, doch alle durften mit grossem Gewinn wieder nach Hause gehen. Es wurde deutlich, dass das Problem nicht an unseren Grundbedürfnissen liegt, welche völlig normal sind, sondern an der Art und Weise, wie wir sie mit sehr zweifelhaftem Erfolg zu stillen versuchen. Dabei sperren wir die göttliche Dreieinigkeit aus (welche nichts lieber tut als unsere Bedürfnisse nachhaltig zu stillen), und das alles für ein paar Krümelchen vermeintlicher Liebe von unseren Mitmenschen, die uns trotz schier unmenschlicher Anstrengungen nie satt werden lassen. Zum Glück sind wir diesen Mustern nicht ausgeliefert, sondern können sie entlarven und dann Schritt für Schritt daraus aussteigen! Wir wünschen allen Teilnehmern Mut und Kraft, am Erkannten dranzubleiben.

27 Jan 2020
Casa Immanuel aktuell Traum

Träume – und noch mehr aus dem Casa-Leben

Kurse und Mentorings

"Träume - wenn die Seele Nachtschicht macht" lautete der Titel unseres Kurzseminares vergangenes Wochenende. Leidenschaftlich führte Verena Wurster die Teilnehmer in die versteckten Botschaften ihrer Nachtträume. In vertrauensvoller Atmosphäre erkannten sie neue Schlüssel für ihr Leben und gingen erfüllt und motiviert nach Hause.

Anfang der Woche startete ein neues 4-wöchiges Resilienztraining. Wir freuen uns über die tiefen Auseinandersetzungen, die in dieser ersten Woche schon stattgefunden haben und sind gespannt auf die weiteren Prozesse, die wir noch erleben werden.

Am Freitag hatten wir wieder zwei unserer Mentorengruppen im Haus, die sich intensiv mit Klärungen, neuen Perspektiven und die Auswirkungen, die auf gegenseitigem Beschenken liegt, beschäftigt haben.

20 Jan 2020
Casa Immanuel aktuell David

Der Minderwert – unser grösster Feind!

Intensive Auseinandersetzung mit Kursthemen

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Wir machten uns mit 12 hochmotivierten Teilnehmern auf Entdeckungsreise in das Leben von David und Saul. Zwei sehr unterschiedliche Männer. Beide waren König von Israel. Was Saul angeht, traf es uns ins Herz zu erkennen, was für ein Zerstörer und Killer der Minderwert ist. Denn das Festhalten am Minderwert führte ihn schliesslich in seine beissende Eifersucht bis hin zu Mordversuchen. Es lohnt sich nicht, mit dem Minderwert zu liebäugeln. Sondern es geht darum, ihn wirklich nicht mehr zu wollen und dagegen aufzustehen. Jeden Tag, Schritt für Schritt. David, der Mann nach dem Herzen Gottes, zeigte uns deutlich, dass das möglich ist. Er wusste wer er war und er wusste, wer Gott war. Das gab ihm den Mut, gegen den Riesen Goliath anzutreten und ihn, den erfahrenen Krieger mit einem gezielten Schuss zu beisegen.

Wir erlebten intensive Austauschrunden und freuen uns an allen Neuaufbrüchen, die an diesem Wochenende in den Teilnehmern passiert sind. Wir wünschen allen ein gutes  Ankommen und Eintauchen in den Alltag.

13 Jan 2020
Stiftung Casa Immanuel, Casa aktuell

Und wieder überwiegt die Freude

Freude an unserer Adventsüberraschung

Nach der intensiven Zeit über die Feiertage ging es letzte Woche wieder etwas ruhiger zu und her. Wir freuen uns immer noch über die unglaublich grosszügigen Adventsgeschenke, dank denen wir das Defizit vom letzten Jahr tilgen konnten und uns nun auch finanziell etwas entspannter auf das konzentrieren können, was wir am liebsten tun, nämlich Menschen dabei unterstützen, ihren Wert und ihre Identität so zu festigen, dass sie in unserer Gesellschaft das ausleben können, was Gott in sie hineingelegt hat! Herzlichen Dank schon jetzt an alle, die uns auch im 2020 helfen, finanziell über die Runden zu kommen!

06 Jan 2020
Casa Immanuel aktuell

Volles Haus zum Jahresstart!

Alle Betten ausgebucht

Alle Betten waren ausgebucht zum Jahresstart. Zwei sehr gut besuchte Kurse fanden statt am vergangenen Wochenende. Pünktlich zum Jahresstart fand sich eine motivierte Gruppe zum Thema "Entdecke und lebe deinen Traum" zusammen. Die Teilnehmer erlebten eine tiefe Herzenszeit mit einigen Tränen und Durchbrüchen. Alle erkannten einen konkreten Handlungsschritt zum Umsetzen. Sie gingen inspiriert und mit einer neuen Sehnsucht im Herzen nach Hause.

Im parallel stattfindenden modularen Resilienztraining ging es um den Versöhnungsweg. Mit verschiedenen kreativen Methoden führten wir die Teilnehmenden an die Stationen dieses Weges, wo sie erleben durften, was diese Stationen bedeuten und wo sie in ihren aktuellen Lebensthemen gerade stehen. Besonders gefreut hat uns das Feedback, dass die doch eher happigen Themen, die wir gestreift haben, in einer Leichtigkeit erlebt wurden. Dadurch wurde auch der Gewinn spürbar, den die Auseinandersetzung damit mit sich bringt. Wir wünschen allen einen inspirierten Wiedereinstieg in ihren Alltag!